Das erste Mal Afrika – und ja wir haben uns angesteckt.

Als wir vor etwa einem halben Jahr von Sebastian auf Instagram angeschrieben wurden und er uns fragte, ob wir nicht Lust hätten, ihn in Namibia auf seiner Farm zu besuchen, waren wir erst skeptisch. Ob Afrika was für uns ist? Ist das nicht viel zu kompliziert mit der Einfuhr der Waffe und ist das da nicht sowieso alles Gatter? Wir hatten viele Fragen im Kopf, aber Sebastian konnte uns jede Sorge nehmen und so stiegen wir am 11. August mit Waffenkoffer und Gepäck in die Bahn, um erst nach Frankfurt zu fahren und dann mit Air Namibia nach Windhoek zu fliegen. Sofort viel uns auf wie optimal der Flug gelegt war, denn man stieg abends ein und kam morgens an. Ein weiterer Vorteil bei einem Flug nach Namibia ist, dass man nicht mit der Zeitumstellung zu kämpfen braucht und man quasi morgens ausgeruht dort ankommt.

Die Falkenhorstfarm ist keine reine Jagdfarm. Hier wird auch noch Schafzucht betrieben.

Und so kam es dann auch. Ruck zuck hatten wir unser Gepäck und unsere Waffe am kleinen aber feinen Flughafen in Windhoke beisammen und da stand dann auch schon, wie abgesprochen Sebastian mit seinem Falkenhorst Safaris Shirt. Praktischerweise spricht er und seine gesamte Familie perfektes Deutsch.

Zu unserer Verwunderung war die Mitnahme der eigenen Waffe überhaupt kein Problem. Wir mussten die Waffe mit WBK nur der Bundespolizei in Frankfurt vorzeigen und der Polizei in Windhoek. Dabei wurden wir immer sehr freundlich behandelt und das personal von Air Namibia wies uns immer perfekt ein.

Das hatten wir uns anders vorgestellt.

Es konnte also nichts schief gehen.

Schnell waren wir in seinem Toyota Pick-up eingestiegen und schon ging es 3 Stunden in den Süden. Nähe Maltahöhe liegt die 10000ha Farm von Bastis Familie und schon auf der Fahrt dorthin bekamen wir einen eindrucksvollen Einblick in die afrikanischen Wildbestände. 5min vom Flughafen entfernt sahen wir schon den ersten Warzenkeiler. Kudus, Springböcke und Oryx schlossen sich an. Und so kamen uns die 3 Stunden Autofahrt über staubige Pisten vor, wie ein Afrikafilm. Auf der Farm angekommen gab es erstmal ein zünftiges Mittagessen ganz nach unserem Geschmack. Es wurden Oryxfilets vom Grill gereicht, erlegt noch vom letzten Jagdgast.
Mit vollem Bauch bezogen wir dann unsere Hütten und wir wollten schnell noch eine halbe Stunde Mittagsschlaf machen. Aus der halben Stunde wurden dann 2 Stunden, was sicher daran lag, dass die Nacht im Flieger vielleicht doch nicht die aller Bequemste für uns war. Doch danach fühlten wir uns fit wie ein Turnschuh und wir wollten jetzt eins: jagen.

Ein Webernest. Wir fielen auf den Scherz hinein das dort Strauße drin brüten.

Wir bestiegen den Rustikalen Buschpick-Up und fuhren erst einmal zur 150m Schießbahn. Der Schalli wurde auf die Steyr Carbon gedreht und schnell waren 3 Kontrollschüsse abgegeben. 3cm Streukreis – 2cm Hoch, wir waren uns einig: ,,Damit kann man jagen.“
Und los ging die Jagd. Dafür fuhren wir noch etwa einen Kilometer vom Schießplatz weg. Bei der Fahrt sahen wir schon einige Springböcke und diesen sollte die erste Pirsch dann auch gelten. Vor einer Kuppe stiegen wir dann ab und begannen die Pirsch. Als wir die Kuppe zu Fuß erreichten, erblickten wir eine riesige Weite und man erklärte uns, dass bis zum Horizont alles unser Jagdgebiet für die nächsten 6 Tage sei. Wirklich verblüfft über die weite vergaßen wir fast, nach Wild Ausschau zu halten und so machte uns Basti erst darauf aufmerksam, dass auf einer kleinen buschfreien Grasfläche einige Springböcke äsen. Unser El Range zeigte an, dass es 650m bis zu den Stücken sind und so begannen wir die Pirsch. Etwa 20min später waren wir dann auf Schussentfernung und Paul erlegte einen Jährlingsbock für die Küche, als dieser sicher verendet war, machten wir einen Gun- & Kameratausch und Gerold erlegte einen weiteren Jährlingsspringbock. Beide Stücke lagen nur wenige Meter auseinander und unsere Freude über den ersten Jagderfolg war enorm.

Unsere ersten Stücken Afrikawild. Zwei Jährlingsspringböcke

 

Auch unser Jagdführer war sichtlich zufrieden mit den Schüssen und fügte hinzu, dass es dann wohl Morgen Springbock gibt, damit waren wir äußerst einverstanden und so versorgten wir das Wild und schauten uns bei einer Flasche Bier den namibianischen Sonnenuntergang an. Tatsächlich ist dieser viel kürzer als bei uns in Deutschland und wie wir aus Erzählungen wussten, war es nur Minuten nachdem die Sonne Weg war stock duster und direkt wurde es kalt.

Das Wild wird immer direkt nach der Jagd versorgt und zerlegt.

Man konnte regelrecht frieren, was wir allerdings richtig gut fanden, denn die Temperaturen der letzten Wochen in Deutschland waren überhaupt nichts für uns.
Um 9 Uhr ging es dann schon für uns ins Bett, denn wir wollten ausgeruht am nächsten Morgen erwachen um den ersten richtigen Jagdtag voll ausschöpfen zu können…

Was an diesem Tag passierte erfahrt ihr im nächsten Blogbericht. 😉

 

Falls ihr etwas mehr über die Falkenhorstfarm wissen wollt, schaut mal hier vorbei:

@https://www.falkenhorst-safaris.com/